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Wällerwelpenanwärter-Tagebuch

Ich versuche mal ein bisschen zu beschreiben, wie es einem Welpenanwärter in der unendlich erscheinenden Warteschleife ergeht:

Zuerst ist man auf der Suche nach einer geeigneten Rasse, ein gutes Wesen soll er haben, der zukünftige Hund, und in die Familie muss er passen, und nicht zu kurzes Fell darf er haben, und er darf auf keinen Fall zu klein sein, ja und dann soll er auch noch gut aussehen. Puuhhh, ganz schön schwierig.  Und dann hat man sich ganz schlagartig in einen Wäller verguckt. Man hat sich hier mal einen ausgewachsenen Rüden angesehen, da mal eine Hündin, dann die ersten zaghaften Anfragen nach einem Welpen und die ernüchternde Antwort: alle schon vergeben. Tja, das gibt’s doch nicht, es muss doch irgendwo ein Wällerbaby für uns da sein. Aber alles Suchen war erstmal vergebens, bis ich Kaya und Jule entdeckt habe. Und Kaya ist auch noch von einem wunderschönen Aussierüden gedeckt worden. Ich habe die Wäller-Club-Seiten rauf und runter gelesen, fast kenne ich sie auswendig. Aber erste Zweifel kamen auf: Soll ich jetzt etwa einen Welpen vorbestellen? Das ist aber komisch. Ich weiß doch gar nicht, was da so bei rauskommt. Und sind es auch genug Welpen, werden wir überhaupt einen abbekommen? Sind wir gut genug für einen Wäller? Mögen uns die Hundebesitzer? Wie wird das ganze ablaufen, wann kann ich die Babys das erste Mal sehen? ………

Die ersten Sorgen wurden uns genommen, als wir die Familie Burmann besuchten. Alle waren sehr nett, Hunde und Menschen und Katzen. In Kaya und Jule habe ich mich sofort verliebt und am liebsten wäre ich gleich da geblieben und hätte mich mit den beiden auf dem Fußboden rum gekugelt. Endlich wieder Hunde im Arm….

Aber irgendwann mussten wir dann ja mal wieder nach Hause. Von da an war ich natürlich furchtbar aufgeregt. Hat es wohl geklappt, bei der Kaya? Ist sie schwanger, wird alles gut gehen? Und dann kam der erlösende Anruf: Kaya ist tragend !!! Ein Freudenschrei hallte durch das Haus. Ich habe mich so sehr gefreut für Kaya, für Familie Burmann und natürlich für uns.

Enldose Zeit verging. Sylvesterknaller sollten es werden. So habe ich mich noch nie auf Sylvester gefreut. Ich wollte auch nicht feiern gehen, einfach nur zu Hause bleiben.

Und dann ging es doch schneller als erwartet. Am 28.12. kam ein Anruf von Katrin-die Welpen sind geboren. Jaaaaaaaa, endlich. Ich komme!!! Ach nein, geht ja noch nicht. Einen Termin sollten wir uns ausgucken, hat die Katrin gesagt, so in 2-3 Wochen. Endlose 2-3 Wochen. Jeden Termin hätte sie mir vorschlagen können, mitten in der Nacht wäre ich nach Hüllhorst aufgebrochen, ganz egal- hauptsache hin. Aber wir müssen uns noch gedulden, zum Schutz der Babys natürlich. Am liebsten hätte ich ab da jeden Tag in Hüllhorst angerufen, aber mein Verstand hat mir das verboten (blöder Verstand). Na ja, man muss sich auch mal in die Lage von den Burmanns versetzen, wenn zehn Welpenbesitzer jeden Tag anrufen und sich nach den Kleinen erkundigen, dann wird das bestimmt ein bisschen zu viel für das Servicepersonal der Rasselbande, da gibt es ja zur Zeit sowas von viel zu tun, das man bestimmt keine nervigen Anrufer gebrauchen kann. (Is ja schon gut, ich mach`s ja nicht! Aber vielleicht könnte ich ein bisschen aushelfen beim Wurfkiste säubern oder so?!) Zum Glück ist die Homepage der Löwenzähnchen immer aktuell, so dass man sich echt alle zwei Tage neue Bilder und Geschichten von den Kleinen ansehen kann. Alle zwei Tage !!! Das ist echt super. Aber trotzdem bin ich jeden Tag auf der Homepage – und nicht nur einmal am Tag! Immer habe ich das Gefühl, ich könnte etwas verpassen. Jeden zweiten Tag wird die ganze Familie so ab 19.00 Uhr ganz nervös. Hast du schon nachgesehen, sind die neuen Fotos drin? Nein noch nicht, die kommen bestimmt nicht vor acht. Ne, aber guck trotzdem nochmal. Und dann irgendwann gegen acht: Juhuuu, sie sind drin, kommt schnell. Und alle versammeln sich um meinen Computer herum und geben komische Laute von sich. Sowas wie ooohhhhh, oder wie süüüüüß.

An einem Tag konnte ich es dann aber nicht mehr aushalten: Ich habe die Bilder gesehen und musste dann doch mal persönlich mit der Katrin sprechen. Und ich hab das dann auch einfach gemacht. Sie hat mir nicht das Gefühl gegeben, dass mein Anruf stört. Im Gegenteil, sie war ganz lieb und hat bereitwillig auf meine Fragen geantwortet. Wir haben auch einen Termin ausgemacht. Noch zehn Tage soll ich warten, bis ich die Welpen das erste Mal sehen darf – ich halte das aus.    - Hoffe ich. -

Jetzt dauert es noch eine ganze Woche. Aber es gibt ja alle zwei Tage neue Fotos von der Rasselbande.

Ich muss schon sagen: Es ist wirklich sehr spannend auf einen Welpen zu warten, aber auch sehr schön alles von Anfang an mit zu erleben. Jetzt fiebern wir erstmal dem Tag entgegen, an dem wir die Kleinen das erste Mal in echt sehen dürfen. Bis dahin werde ich die Seiten der Homepage weiterhin auswendig lernen, man hat ja sonst nichts zu tun….

Und ich versuche nicht zu sehr darüber nachzudenken, was wäre, wenn wir keinen abbekommen würden…

Grade habe ich Tag 21 geöffnet: Supersüße Bilder, aber genauso gut sind die Beschreibungen von Katrin, mit Brei einatmen und so. Ich stelle mir das dann immer bildlich vor und hab meinen Spaß dabei.

So, das wars fürs erste, aber ich bleibe dran. Irgendwie muss ich mir ja die Zeit vertreiben.

 

 

 

Heute ist der 25.01.10. Gestern waren wir das erste Mal bei den Babys. Es war wunderschön !!! Die Welpen sind sowas von klasse, süß, niedlich, klein, schläfrig, …. Man kann nicht das passende Wort finden, man muss sie einfach im Arm halten und genießen. Diese Wärme, diese Ruhe… Anfangs hat es mir ein wenig die Sprache verschlagen, so kleine Würmchen, so schutzbedürftig, so taumelig und doch so lustig und wunderhübsch – Kaya, da hast du ganze Arbeit geleistet.

Als wir in den neuen Wintergarten kamen und uns zu den Babys auf den Boden gesetzt haben, da kam sofort „meine“ kleine Josina auf mich zu und krabbelte auf meinen Schoß. Ich war echt gerührt, habe ich mich doch schon heimlich in sie verliebt. Jetzt habe ich ihr in die Augen gesehen und die sind wirklich wunderschön und gütig. Aber auch die anderen Welpis sind genauso schön und einzigartig. Jeopardy z.B. ist voll der schöne Rüde. Der hat eine Ausstrahlung, da fliegt man weg! Wenn ich Jekyll in die Augen schaue, dann scheint er zu sagen: Ich bin ein echter Wäller. Unser Sohn Louis hat sich voll in Jilly verkuckt, weil die genauso tief und selig schläft, wie er selbst. Also nehmen wir am besten gleich vier Wällerchen, dann fällt einem die Entscheidung auch nicht so schwer. Ja, und wenn das nicht geht, dann müssen wir uns nochmal mit der Katrin unterhalten, sie wird uns bestimmt behilflich sein und mit uns zusammen den richtigen aussuchen.

Drei Stunden waren wir da. Und die Zeit ist nur so gerast. Wenn wir nicht noch so eine lange Fahrt vor uns gehabt hätten, wären wir bestimmt noch länger geblieben, weil man sich einfach nicht trennen kann von so einem kleinen Wunder. Aber jetzt sind wir doch wieder zu Hause und sitzen schon wieder vor den neuen Fotos. Kamen spät diesmal...  Tja, Familie Burmann, wir halten schon nach dem nächsten Termin Ausschau. Dann bringen wir mal einen Kuchen mit, und ne Packung Zewa. Bis dahin werde ich mich weiterhin mit den Fotos be-und vergnügen und freue mich riesig auf das Wiedersehen…

 

 

 

Sonntag, 31.01.2010: Neue Fotos sind da: Welpengesichter, und eins schöner als das andere.

Wir haben ein sehr aufregendes Wochenende hinter uns. Am Freitag wollten wir die Welpis besuchen. Die Kinder hatten nur drei Stunden Schule, das passte perfekt. Aber das Wetter war nicht sehr gnädig. Ich hatte schon Angst, dass wir wegen des Schnees nicht fahren können. Aber echte Wällerfreunde lassen sich durch nichts aufhalten. Und so sind wir zeitig losgefahren und waren 2 Stunden später in Hüllhorst. Katrin hat die Tür zum Wintergarten aufgemacht und nach und nach kamen alle 10 Babys über die fast unüberwindbare Türschwelle tapfer ins Wohnzimmer gekrabbelt. Was für ein Gewusel….

Wie schon beim ersten Besuch setzten wir uns auf den Fußboden und ließen uns von vierzig kleinen Pfoten bekrabbeln. Herrlich! Und wie groß die Kleinen in den fünf Tagen schon geworden sind. Kater Jimmy war auch wieder dabei und mischte alle auf.

Es war ein wirklich schöner Nachmittag und wieder einmal viel uns die Trennung sehr schwer.



Heute ist der 28.02.2010

Habe lange nicht mehr am Tagebuch gearbeitet. War aber auch ne turbolente Zeit.  Am 5.Februar bin ich mit meinem Mann alleine zu den Burmanns gefahren. Wir hatten die Welpen ganz für uns alleine, das war schön. Und Katrin hat uns verraten, wer unser neues Hundebaby sein wird, man waren wir gespannt. Ständig wurden wir gefragt, ob wir „es“ jetzt endlich wüßten. Aber wir wußten es nicht, es blieb spannend.

Und jetzt können wir es jedem erzählen: Es ist die kleine Jilli, die mit dem weißen V auf den Kopf, Louis sein Wunschhund!!!

 

 

 

Unsere süße Kleine. Jetzt war es für uns endlich sicher: Wir bekommen auf jeden Fall einen Welpen mit, und dann noch einen ganz süßen. Abends zu Hause angekommen, konnten wir es den Kindern mitteilen. Die Freude war riesig. Und ab da hat man die Fotos der Homepage mit ganz anderen Augen gesehen. Tauchte ein Bild von unserer Jilli auf, schauten wir ganz genau hin und haben uns jedes Mal einen Knüpp in den Bauch gefreut, wenn sie wieder dabei war.

Am nächsten Besuchswochenende bekam ich Scharlach – ganz blöde Sache. Da sind Ralf und die Kinder dann ohne mich gefahren. Ich war sehr traurig, aber krank ist krank. Als meine Lieben abends nach Hause kamen, haben sie mir stolz die Fotos präsentiert, die sie von den Welpen gemacht haben. Ich glaube es waren über Hundert. Jaaa, sie haben mir auch erzählt, daß sie den Abgabetermin wüßten. Freitag der 26.02. sollte es sein. Ein bisschen traurig war ich schon, habe ich doch so sehr gehofft, daß ich sie an meinem Geburtstag – nur drei Tage früher -  bekommen würde. Das war ja ne blöde Sache. Aber man fügt sich ja, weil die Katrin auch echt gute Gründe hatte. Aber wir würden sie an meinem Geburtstag nochmal besuchen, und das war ein ganz netter Trost.

Dienstag, 23.02.2010 – mein Geburtstag. Ich habe die Kinder geweckt, Frühstück gemacht und ich bekam ganz viele nette Geschenke. Gleich würden wir die Kinder zur Schule bringen, und dann geht’s los, die Welpis besuchen. Mein Tag, mein Geburtstag…        Als ich alle Geschenke ausgepackt hatte, meinte mein Mann, daß die Kinder noch ein Geschenk für mich hätten, ich war sehr gespannt. Und dann kam der Knaller:   Ihr holt den Hund heute schon !!!!!

WAAAAASS ???????  Ich konnte es nicht glauben ! Stimmt das, oder veräppelt ihr mich. Es stimmte. Ich habe einen Freudentanz in meiner Küche absolviert. Und geheult habe ich, vor Freude natürlich. Das war das beste Geburtstagsgeschenk, das ich mir vorstellen konnte. Gegen 9.30 Uhr sind wir dann los gefahren, um unseren kleinen Schatz zu holen. Unterwegs fielen mir dann die ganzen Ausreden ein, die meine Familie – und nicht nur die, mir bis dahin aufgetischt hatten. Schon unglaublich, wie dicht meine Kinder halten können. Nicht einer hat sich verraten. Weder meine Familie noch Freunde noch die Züchterin, keiner !!!!

Ooohhh, habt ihr mich alle veräppelt. Bis zum letzten Tag haben alle gefragt, wann bekommt ihr sie denn. Immer habe ich brav geantwortet: „Am Freitag, eher gibt die Züchterin sie nicht ab. Kann ich ja verstehen, sie sind ja noch so jung, die Welpen.“

Wenn es nicht so eine nette Veräppelung gewesen wäre, dann würde ich mich rächen – bei jedem einzelnen!

Schnell war die ganze Sache dann vergessen, rückte Hüllhorst doch immer näher. Und dann waren wir endlich da.

Wieder haben wir uns auf den Fußboden zu den Welpen gesetzt und mit ihnen gekuschelt und gespielt. Irgendwann haben mein Mann und Katrin die Formalitäten erledigt und ich habe mich weiter mit den Süßen beschäftigt – war ja schließlich mein Geburtstag. Und dann rückte der Zeitpunkt des Abschieds näher. Katrin holte das kleine Geschirr für Jilli und legte es ihr an. Dann hat sich heimlich von ihr verabschiedet, uns den Hund in den Arm gedrückt und wir haben beide ein paar Tränchen verdrückt. Das muss wahnsinnig schwer sein, sich von „seinen Babys“ zu trennen ! Die Katrin tat mir auch einfach nur leid. Aber die Freude über unser neues Familienmitglied war einfach noch viel größer. Während der  gesamten Rückfahrt habe ich allerdings aus Sympathie zu Katrin immer mal wieder ein paar Tränen verdrückt.  Jilli saß die ganze Zeit auf meinem Schoß und hat die Fahrt sehr gut überstanden – bis auf einen kurzen Zwischenfall. Das Hundefutter, das sie vorher bekommen hatte, wollte auf gar keinen Fall in ihr bleiben.

Na ja, dann mal raus damit und alles ist wieder gut ….

Zu Hause angekommen hat sich Jilli sofort mit unserer Katze Mia und natürlich mit den Kindern angefreundet. Sie hat sich super gut eingelebt und vom ersten Tag an hat sie sich wohl gefühlt und unser Leben um so vieles bereichert. Sie ist ein echter Schatz und einfach nur lieb und lustig. Und sie erobert fast jedes Herz im Sturm.

Danke Familie Burmann – für so einen ausgesprochen gut sozialisierten, hübschen, lieben Hund !!!

 

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